Benutzungsnachweis

Nachweis, dass eine eingetragene Marke tatsächlich für die geschützten Waren oder Dienstleistungen im Markt benutzt wird.

Ein Benutzungsnachweis ist der Nachweis, dass eine Marke tatsächlich im Markt für die geschützten Waren oder Dienstleistungen benutzt wird. Er belegt, dass die Marke nicht nur auf dem Papier eingetragen ist, sondern aktiv mit realer Geschäftstätigkeit verknüpft ist. Typische Belege sind Produktetiketten, Verpackungen, Anhänger, Screenshots von Online-Shops, Werbeanzeigen, Broschüren, Kataloge, Rechnungen oder Website-Seiten, auf denen die Marke gemeinsam mit der jeweiligen Ware oder Dienstleistung deutlich erkennbar ist. Der aussagekräftigste Nachweis zeigt die Marke, die Waren oder Dienstleistungen, das Datum und einen realen kommerziellen Zusammenhang. Die Anforderungen an den Benutzungsnachweis unterscheiden sich von Land zu Land. In den USA müssen Markeninhaber häufig ein „Specimen“ einreichen, das die tatsächliche Benutzung im geschäftlichen Verkehr zeigt — etwa ein Produktetikett, eine Verpackung oder eine Verkaufsseite einer Website. Das USPTO beschreibt ein Specimen als Nachweis dessen, was Verbraucher im Markt sehen; US-Eintragungen erfordern nach der Registrierung zudem benutzungsbezogene Aufrechterhaltungsanträge. In Deutschland kann eine Marke grundsätzlich ohne unmittelbaren Benutzungsnachweis eingetragen werden. Wird die Marke jedoch innerhalb von fünf Jahren nach der Eintragung nicht ernsthaft benutzt, kann sie auf Antrag wegen Verfalls gelöscht werden. Das Deutsche Patent- und Markenamt weist darauf hin, dass eine Eintragung auf Antrag widerrufen und gelöscht werden kann, wenn die Marke nicht innerhalb von fünf Jahren nach der Eintragung benutzt wurde. Für das IP-Management ist der Benutzungsnachweis wichtig, weil er Markeninhabern hilft, Eintragungen durchsetzbar zu halten, Verlängerungen und Angriffe vorzubereiten und Marken zu identifizieren, die wegen Nichtbenutzung von Löschung bedroht sein könnten.

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